BEV-aktuell März 2026
EDITORIAL
Liebe Eltern,
am kommenden Sonntag ist es so weit: Wir dürfen die Mitglieder der Gemeinde- bzw. Stadträte, der Kreistage und in der Regel auch die ersten Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister sowie die Landrätinnen und Landräte wählen. Es geht hierbei aber auch um eine stabile Zukunft unserer Demokratie – und damit um das, was uns alle im Bayerischen Elternverband (BEV) verbindet und für ein selbstbestimmtes Heranwachsen unserer Kinder unabdingbar ist: die Liebe zur Freiheit und die Achtung der Menschenwürde.
Demokratie existiert nicht einfach so, sie muss gelebt und ggf. beschützt werden. Sie braucht am 8. März unsere Stimme. Deshalb rufen wir alle wahlberechtigten Menschen zur Beteiligung an der Kommunalwahl auf. Bitte setzen Sie sich dabei für diejenigen Parteien ein, die für unsere Demokratie und die ihr zugrundeliegenden Werte eintreten. Sie haben die Wahl – gehen Sie wählen! #wirwählendemokratie
Nach diesem Appell geht es in unserem Newsletter weiter um die Kommunalwahl, unser Jahresschwerpunktthema Digitalisierung und Social-Media sowie vieles weitere Interessante. Vorweg möchten wir Sie aber auf unsere nächsten Veranstaltungen hinweisen, die ebenfalls für Sie von Interesse sein könnten.
Die Themen im Überblick:
- Last Call: Online-Elternsprecherseminar – 20.03.2026
- Online-Vortrag zu Risiken und Chancen von digitalen Medien – 22.04.2026
- Save the Date: 2. Tagung „Activation ist the Key“ mit dualem Rahmenkonzept – 03.07.2026
- Unsere „Wahlprüfsteine“ zur Kommunalwahl am 8. März 2026 in Bayern
- Die Kommunalwahl für Erstwähler einfach erklärt
- Plakatausstellung zur bayerischen Kommunalwahl
- BEV-Kreisgruppe Erlangen: Erlanger Kommunalwahl – zieht jetzt Bildung ins Rathaus ein?
- Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen – ein Thema für den Elternbeirat?
- Ergebnisse der Befragung zum Thema „Die familiale Lehrleistung an Grundschulen“
- Social Media verbieten? Was die Forschung von Julian Schmitz wirklich sagt
- Infoveranstaltungen geben Einblicke in die Medienwelten von 10- bis 14-Jährigen
- Online-Vortrag: „Wenn Lärm krank macht“ – 29.04.2026
- Nach dem Zeugnis ist vor dem Zeugnis
- youstartN – Förderprogramm für nachhaltige Schüler- und Azubiprojekte
- Studie: Kitas stoßen angesichts wachsender Komplexität an Grenzen
- Was Kinder über das Lernen im Ganztag sagen
- Schreibwettbewerb für 10- bis 14-Jährige
- Petition für bessere Lernbedingungen an Grundschulen in Bayern
- Elternbefragung: Erfahrungen von Eltern autistischer Kinder und Jugendlicher in der Schule
- Für Teilhabe ohne Digitalzwang
Viel Spaß beim Lesen!
Ihr BEV-aktuell-Team
Last Call: Online-Elternsprecherseminar – 20.03.2026
Sie sind neu im Amt als Elternvertreter, schon erfahren oder interessieren sich dafür? Sie brauchen den Durchblick oder wollen erfahren, was sonst noch geht? Dann sind unsere Online-Abendseminare genau richtig für Sie. Hier erfahren Sie mehr zu Rechten, Pflichten und Gestaltungsmöglichkeiten als Elternvertreter. Anhand von Praxisbeispielen wird dabei der Handlungsspielraum der Elternbeiratsarbeit ausgelotet. Der voraussichtlich letzte Termin für dieses Schuljahr:
- Online-Elternsprecherseminar – Freitag, 20. März 2026, 18-22 Uhr, Anmeldung hier
Bei entsprechender Nachfrage bieten wir weitere Termine an. Zusätzlich beraten wir auch gerne individuell.
Diese Leistungen sind für unsere Mitglieder kostenlos, für Nichtmitglieder erheben wir jeweils Unkostenbeiträge. Weitere Informationen und die jeweils aktuellen Seminartermine finden Sie hier.
Übrigens: Die Erstattung der Kosten für diese Elternsprecher-Fortbildung kann unter Hinweis auf § 2 Abs. 4 Satz 2 AVBaySchFG i. V. m. Art. 3 Abs. 2 Nr. 5 BaySchFG vor der Maßnahme beim Sachaufwandsträger beantragt werden.
Online-Vortrag zu Risiken und Chancen von digitalen Medien – 22.04.2026
Eine Studie der Technischen Universität (TU) München zeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen zu viel Zeit vor dem Bildschirm in frühen Jahren und Sprachverzögerungen sowie Verhaltensproblemen in späteren Jahren gibt. Die Mitautorin der Studie, Dr. rer. nat. Andrea Hahnefeld ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Sozialpädiatrie der TU München sowie am kbo-Kinderzentrum München. Zu ihrem Onlinevortag „Bildschirmexposition und technische Medien im Alltag von Kindern und Jugendlichen – Risiken und Chancen“ laden wir am Mittwoch, 22. April 2026 um 17 Uhr herzlich ein. Anmeldung und weitere Informationen hier.
Save the Date: 2. Tagung „Activation ist the Key“ mit dualem Rahmenkonzept – 03.07.2026
Das Sachgebiet Nachhaltiges Lernen des BEV und die Stadt Nürnberg laden herzlich zur 2. Pädagogischen Fachtagung ein – erstmals mit erweitertem Rahmenkonzept.
Es wird eine vorgelagerte Vorbereitungsphase mit Online-Vorträgen im Mai und Juni 2026 geben. Diese widmet sich aktuellen Impulsen zu neuen gehirngerechten Lernmethoden und mündet in einen Präsenz-Workshoptag am Freitag, 3. Juli 2026 in Nürnberg.
Es bestehen zwei Teilnahmeoptionen:
- Teilnahme an der Online-Vortragsreihe
Interessierte haben die Möglichkeit, sich im Rahmen der digitalen Vorträge gezielt zu neuen gehirngerechten Lernmethoden fortzubilden – unabhängig vom Workshoptag.
Dieses Angebot richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler sowie an Eltern. - Teilnahme am Gesamtformat (Online-Phase + Workshoptag)
Ergänzend zur Vorbereitungsphase findet ein Präsenztag im Workshopformat mit führenden Wissenschaftlern und erfahrenen Lehrkräften statt. Hier werden konkrete Unterrichtsideen im fachlichen Austausch entwickelt sowie bereits erprobte Ansätze aus den Theorievorträgen mit eigenen Praxiserfahrungen und schulischen Settings reflektiert.
Dieses vertiefende Format ist besonders interessant für Lehrkräfte, Schulleitungen sowie Fachschaftsleitungen.
Bitte beachten Sie: Die Präsenztagung wurde in unserem letzten Newsletter für den 26. Juni angekündigt. Sie musste aus organisatorischen Gründen auf den 3. Juli verschoben werden.
Für BEV-Mitglieder sind beide Formate kostenlos. Anmeldung und weitere Informationen hier.
In eigener Sache Wir weisen darauf hin, dass der Erhalt dieses Newsletters nicht automatisch eine Mitgliedschaft in unserem Verein bedeutet. Falls Sie es noch nicht sind, können Sie gerne bei uns als Vertreter einer Einrichtung oder Einzelperson Mitglied werden. Damit erhalten Sie von uns exklusive Informationen oder individuelle Hilfe und Unterstützung bei Fragen und Problemen innerhalb ihrer Schule. Wir freuen uns über jedes neue Mitglied, besonders über diejenigen, die mit Ideen und neuen Impulsen aktiv unsere Vereinsarbeit mitgestalten möchten. Informationen zur Mitgliedschaft finden Sie auf unserer Homepage oder wenden Sie sich an unsere Geschäftsstelle. |
Unsere „Wahlprüfsteine“ zur Kommunalwahl am 8. März 2026 in Bayern
Kommunalwahlen werden leider oft unterschätzt, dabei ist die Kommune, also die Gemeinde, Stadt bzw. der Landkreis, für vieles zuständig, was unseren Alltag betrifft. Meist ist sie auch Träger der Bildungseinrichtungen. Somit sind es die Kommunen, die direkt und schnell Veränderungen bewirken können. Die Wahl hat damit unmittelbar Auswirkung auf unser Zusammenleben.
Der BEV ist überparteilich. Deshalb sprechen wir keine Wahlempfehlung aus. Wir haben aber einen Katalog mit Forderungen aufgrund der Bedürfnisse von Eltern und Kindern erstellt, anhand dessen gerne jede bzw. jeder Wahlberechtigte selbst prüfen kann, welche Kandidatin bzw. welcher Kandidat, welche Vereinigung oder Partei sich in besonderem Maße für die Interessen von Kindern, Jugendlichen und Familien einsetzt und tragfähige Lösungen bietet. Wo Letztere fehlen, sollten sie eingefordert werden. Hier unsere „Wahlprüfsteine“.
Die Kommunalwahl für Erstwähler einfach erklärt
Die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit erklärt in ihrer Broschüre „Einfach verstehen! Die Kommunal-Wahlen in Bayern am 08. März 2026“, wie Kommunalwahlen funktionieren – und zwar in Leichter Sprache. Diese barrierefreie Wahlinfobroschüre richtet sich an alle, die sich verständlich und unkompliziert über den Ablauf, wichtige Begriffe und Hintergründe der bevorstehenden Wahlen informieren möchten. Neben grundlegenden Informationen zur Wahl bietet sie auch eine Liste schwieriger Wörter, die beim Verstehen helfen.
Die Broschüre kann hier kostenlos und barrierefrei heruntergeladen werden.
Plakatausstellung zur bayerischen Kommunalwahl
Anlässlich der Kommunalwahl 2026 hat das Bayerische Schullandheimwerk im Rahmen seines Bildungsprogramms mehrWERT Demokratie eine informative Plakatausstellung für Erstwählerinnen und Erstwähler konzipiert. Die Plakate informieren über demokratische Strukturen und Prozesse und können zusammen mit Begleitmaterial in und außerhalb des Unterrichts genutzt werden. Weitere Infos und Link zum Material hier.
BEV-Kreisgruppe Erlangen: Erlanger Kommunalwahl – zieht jetzt Bildung ins Rathaus ein?
Über die letzten Jahre wurden in Erlangen viele Entscheidungen aufgeschoben, was nicht nur die aktuelle Handlungsfähigkeit einschränkte, sondern auch zu einer schlechten Bildungsbilanz mit erheblichen Folgen insbesondere für die Kinder führte. Wir haben die Herausforderer um das Bürgermeisteramt für Sie interviewt, wie sie Bildung wieder aktiv gestalten wollen, denn die stärkste Stimme für Bildung haben Sie bei der Kommunalwahl am 8. März.
Die Interviewpartner im Überblick:
Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen – ein Thema für den Elternbeirat?
Per se hat der Elternbeirat mit Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen im Sinne von Art. 86 BayEUG nichts zu tun, da diese Maßnahmen immer auf einen konkreten Einzelfall bezogen sind. Bei schwerwiegenden Vergehen einer Schülerin oder eines Schülers, insbesondere bei Gefährdung Dritter (schulische Gefährdung), kommt dem Elternbeirat aber ein bedingtes Anhörungsrecht zu. Bedingt deshalb, weil die betroffenen Eltern gemäß Art. 88 Abs. 3 Satz 2 Nr. 3 BayEUG die Hinzuziehung des Elternbeirats beantragen müssen. Hierauf sind die Erziehungsberechtigten in der Mitteilung über die Ordnungsmaßnahme hinzuweisen. Unterbleibt dieser Hinweis, ist die Ordnungsmaßnahme rechtswidrig und anfechtbar.
Der so hinzugezogene Elternbeirat hat das Recht auf volle Einsichtnahme in die den Sachverhalt betreffenden Unterlagen. Er kann auch Schüler, Erziehungsberechtigte, Lehrkräfte etc. befragen, um sich ein umfassendes Bild zu machen. Seine Stellungnahme hat die Lehrerkonferenz im Rahmen der Entscheidungsfindung entsprechend zu würdigen, muss ihr aber nicht folgen. Sofern sich der Elternbeirat mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit gegen die Entlassung der Schülerin bzw. des Schülers ausgesprochen hat, ist das Einvernehmen mit der zuständigen Schulaufsichtsbehörde herzustellen.
Art. 86 Abs. 2 BayEUG zählt die möglichen Ordnungsmaßnahmen abschließend auf. Abs. 3 unterstreicht zudem, dass andere als die benannten Ordnungsmaßnahmen unzulässig sind. Ebenso sind Ordnungsmaßnahmen gegenüber Klassen oder Gruppen als solche unzulässig. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass kollektive Strafen verhängt werden. Hier ist der Elternbeirat gefragt, da es sich um Angelegenheiten aller Eltern handelt. Er sollte die Lehrkraft, die Schulleitung, die Lehrerkonferenz und nicht zuletzt die Eltern freundlich darauf hinweisen, dass derartige Ordnungsmaßnahmen rechtswidrig und damit unwirksam sind. Letztere sind nicht immer gleich als solche erkennbar. Der Elternbeirat sollte deshalb informiert und sensibilisiert werden.
Hervorragend erklärt ist die Thematik in diesem Schreiben der Regierung von Oberbayern.
Mehr dazu erfahren Sie auch in unserem Online-Elternsprecherseminar am 20. März 2026 (s. o.).
Ergebnisse der Befragung zum Thema „Die familiale Lehrleistung an Grundschulen“
Im Rahmen einer Dissertation an der Universität Augsburg wurden zwischen Sommer 2024 und Frühjahr 2025 Eltern zu Hausaufgaben und Lernbetreuung innerhalb der Familie befragt. Wir verteilten im Sommer 2024 den Aufruf an unsere Mitglieder. Ziel der Studie war es, die familiale Lehrleistung zu erfassen und deren Zusammenhang mit der weiteren Schullaufbahn der Kinder zu untersuchen. Die Ergebnisse stellte die Studienautorin nun zur Verfügung.
Die Stichprobe ist jedoch nur eingeschränkt repräsentativ: Die Mehrheit der Teilnehmenden verfügt über ein hohes Bildungsniveau, 89 Prozent sind Mütter. Weniger privilegierte Haushalte sind unterrepräsentiert, was bei der Einordnung der Ergebnisse berücksichtigt werden muss.
Im Durchschnitt investieren Eltern fast zwei Stunden pro Woche, um ihre Kinder aktiv zu „unterrichten“, vor allem in Heimat- und Sachunterricht (HSU), Deutsch und Mathematik. Dabei zeigt sich eine große Streuung in Dauer und Intensität der Unterstützung: Während einige Familien nur punktuell begleiten, engagieren sich andere sehr umfassend.
Die Lernunterstützung erfolgt überwiegend begleitend, erklärend und kontrollierend. Eltern mit hoher Fachkompetenz in Mathematik, Deutsch und HSU erkennen Lernprobleme offenbar schneller und greifen gezielter ein. Digitale Angebote werden meist ergänzend genutzt und dienen eher der Unterstützung und Entlastung als dem Ersatz persönlicher Begleitung.
Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse die zentrale Rolle der Familie im Lernprozess, machen aber auch soziale Unterschiede im Umfang und in der Qualität der Unterstützung deutlich.
Den kompletten Ergebnisbericht können Sie hier herunterladen.
Social Media verbieten? Was die Forschung von Julian Schmitz wirklich sagt
Die Forderung nach Altersgrenzen oder sogar Verboten für Social Media sorgt aktuell für hitzige Debatten. Doch was sagt die Wissenschaft dazu? Der Leipziger Psychologe Julian Schmitz, Professor für Klinische Kinder- und Jugendpsychologie, warnt vor einfachen Antworten.
In Interviews – unter anderem beim Deutschlandfunk – betont Schmitz, dass soziale Medien weder per se krank machen noch harmlos sind. Entscheidend sei nicht allein die Bildschirmzeit, sondern wie und warum Jugendliche soziale Netzwerke nutzen. Aktive Kommunikation mit Freundinnen und Freunden könne soziale Verbundenheit stärken. Problematisch werde es eher bei exzessiver, passiver Nutzung, sozialem Vergleich oder nächtelangem Scrollen. Das Interview zum Nachhören und Nachlesen hier.
Auch auf Fachpublikationen verweist Schmitz immer wieder: Längsschnittstudien zeigen, dass der Zusammenhang zwischen Social-Media-Nutzung und psychischer Gesundheit komplex ist. Es gebe Risikogruppen – etwa Jugendliche mit geringem Selbstwert oder bestehenden psychischen Belastungen. Gleichzeitig lasse sich kein einfacher Ursache-Wirkungs-Mechanismus nachweisen, nach dem „mehr Nutzung automatisch mehr Depression“ bedeutet. Mehr zur Forschung und Einordnung hier.
Ein pauschales Verbot – wie es etwa in Australien beschlossen wurde – bewertet Schmitz daher skeptisch. Altersgrenzen könnten ein politisches Signal setzen, lösten aber nicht das Grundproblem. Altersangaben ließen sich umgehen, entscheidender sei die Förderung von Medienkompetenz, Selbstregulation und elterlicher Begleitung.
Sein Fazit: Statt Alarmismus brauche es eine differenzierte Debatte. Soziale Medien bergen Risiken – etwa durch algorithmische Verstärkung problematischer Inhalte. Gleichzeitig sind sie zentrale soziale Räume junger Menschen. Aufgabe von Politik, Schule und Elternhaus sei es daher nicht nur zu begrenzen, sondern zu befähigen.
Infoveranstaltungen geben Einblicke in die Medienwelten von 10- bis 14-Jährigen
Die gemeinnützige BLM Stiftung Medienpädagogik Bayern unterstützt Kinder und Jugendliche, aber auch Eltern, pädagogische Fachkräfte und Multiplikatoren, sich innerhalb der Medienlandschaft zu orientieren. Für Eltern stehen sechs Infoveranstaltungen zur Verfügung, die von der Einrichtung als Online- oder Präsenzveranstaltung angefragt werden können. Die Themen reichen von Nutzung und Wahrnehmung von Medieninhalten bei 10- bis 14-Jährigen über Datenmissbrauch und Kostenfallen bis hin zu Cybermobbing. Eltern bekommen hierbei praktische Tipps, wie sie ihr Kind im Umgang mit Medien begleiten und fördern können. Mehr Infos gibt es hier.
Online-Vortrag: „Wenn Lärm krank macht“ – 29.04.2026
Studien zeigen, dass schlechte Akustik und dauerhafte Geräuschbelastung im Schulalltag nicht nur Konzentration und Lernfreude stören, sondern langfristig Stress, gesundheitliche Probleme und Erschöpfung verursachen können. Obwohl es gesetzliche Pflicht ist, verfügen 93 Prozent der Schulen nicht über die erforderliche Akustikausstattung. Gäbe es einen Schul-TÜV, verlören diese Schulen ihre Betriebserlaubnis!
Zum 29. Internationalen Tag gegen Lärm 2026 präsentiert das RealLabor München deshalb einen Online-Vortrag mit dem Akustikexperten Peter Hammelbacher.
Am 29. April 2026 von 19-20 Uhr erläutert er die Zusammenhänge und zeigt technische Akustiklösungen auf.
Nach Anmeldung via E-Mail an peter.hammelbacher@t-online.de bekommen Sie den ZOOM-Link für die Veranstaltung zugesandt.
Nach dem Zeugnis ist vor dem Zeugnis
Halbjahreszeugnisse bilden oft nur einen Teil dessen ab, was Kinder im Schuljahr wirklich leisten. Auf LearnLearningWithCaroline stellt Caroline von St. Ange die inspirierende „Starke Zeugnisidee“ vor: ein ergänzendes Format, das Fortschritte, Stärken und persönliche Ziele sichtbar macht und Kindern hilft, ihren Lernweg bewusst zu reflektieren. Das „Starke Zeugnis“ richtet den Blick weg von bloßen Noten hin zu Potenzial, Motivation und Entwicklung – ein Ansatz, der Selbstvertrauen stärkt und Familien neue Gesprächsanlässe bietet. Hier können Sie den vollständigen Beitrag von Caroline von St. Ange lesen.
youstartN – Förderprogramm für nachhaltige Schüler- und Azubiprojekte
Mit dem Förderprojekt-youstartN fördert die Stiftung Bildung innovative Gründungsideen und Unternehmen von Schülerinnen, Schülern und Azubis, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen, mit einmaligen Zuschüssen von 500 bis 1.000 Euro. Gefördert werden Projekte, die zu einem oder mehreren der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) beitragen und somit Bildung für nachhaltige Entwicklung stärken.
Interessierte können bis 31. Oktober 2026 einen Förderantrag stellen. Anträge, die bis zum 14. Juni 2026 eingehen, nehmen außerdem automatisch am Förderpreis-youstartN teil und haben die Chance auf weitere Auszeichnungen. Weitere Informationen zu Förderbedingungen und Antragsmodalitäten finden Sie hier.
Studie: Kitas stoßen angesichts wachsender Komplexität an Grenzen
Eine aktuelle Studie der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft macht deutlich, dass viele Kindertageseinrichtungen ihren Auftrag unter den bestehenden Bedingungen nur eingeschränkt erfüllen können. Hintergrund ist nicht allein der Personalmangel, sondern vor allem die zunehmende Komplexität der Aufgaben: heterogene Gruppen, steigender Förderbedarf und wachsende Anforderungen an Bildung, Sprachförderung und Integration. Laut der Auswertung arbeitet nur ein kleiner Teil der Einrichtungen mit der wissenschaftlich empfohlenen Personalausstattung. Angesichts der vielfältigen Erwartungen an frühkindliche Bildung verschärft dies die Herausforderungen im Alltag erheblich. Die vollständige Studie und weitere Informationen finden Sie hier.
Was Kinder über das Lernen im Ganztag sagen
Eine vom Deutschen Schulportal vorgestellte aktuelle Studie zeigt, wie Grundschulkinder das Lernen im Ganztag erleben. Ihre Rückmeldungen machen deutlich, was sie motiviert, wo sie Herausforderungen sehen – und welche Faktoren für gutes Lernen aus ihrer Sicht entscheidend sind. Hier können Sie den kompletten Artikel nachlesen.
Schreibwettbewerb für 10- bis 14-Jährige
Der Eckenroth Nachwuchspreis will Sprachschatz, Wortschatz und Denkvermögen fördern. Ein Reichtum, der allen, die sich beteiligen, unverlierbar zuwächst. Alle Teilnehmer gewinnen an Perspektive, Vernunft, Durchhaltevermögen, Wissens- und Charakterbildung. Einsendeschluss ist am 20. Mai 2026. Weitere Infos hier.
Petition für bessere Lernbedingungen an Grundschulen in Bayern
Bayerische Grundschulen arbeiten entgegen wissenschaftlicher Erkenntnisse mit einem Leistungsdruck, der der Freude am Lernen und dem Lernerfolg nicht zuträglich ist. Fehlende Nachteilsausgleiche, unangemessene Prüfungsformate und -inhalte überfordern viele Kinder. In einer Petition fordern Eltern altersgerechten Unterricht und faire Bewertung. Sie können die Petition hier zeichnen.
Elternbefragung: Erfahrungen von Eltern autistischer Kinder und Jugendlicher in der Schule
Viele Familien erleben die Schulzeit ihres autistischen Kindes als einen Weg mit Umwegen, Brüchen und schwierigen Entscheidungen. Genau diese Erfahrungen stehen im Mittelpunkt der Elternbefragung der LMU München zum schulischen Werdegang autistischer Kinder und Jugendlicher. Teilnahme hier möglich.
Für Teilhabe ohne Digitalzwang
Digitalcourage engagiert sich seit 1987 für eine lebenswerte Welt im digitalen Zeitalter. In einer Petition an den deutschen Bundestag wird nun gefordert, das Recht auf ein Leben ohne Digitalzwang ins Grundgesetz aufzunehmen. Sie können die Petition hier zeichnen.
Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Frühling!
Ihr Bayerischer Elternverband
Der Bayerische Elternverband steht allen Eltern in Bayern offen. Er ist gemeinnützig und an keine Konfession, politische Partei oder Schulart gebunden.
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