Lernen im RealLabor

Warum?

Die junge Generation unsrer Kinder ist die unglücklichste seit derartige Befunde erhoben werden, die 10-20Jährigen sind auch die Unzufriedensten unter den aktuellen Altersgruppen. Gleichzeitig fehlt ihnen Selbstständigkeit, Initiativkraft und Konzentrationsfähigkeit. Überdigitalisierung kindlichen Alltags, Überbehütung in vielen Haushalten und die vielen Krisen unserer Zeit haben sicher entscheidenden Anteil an diesen Befunden.

Idee?

Unsere KONSEQUENZ aus Elternsicht ist es, unsere Kinder endlich in ihrem Schulalltag an der nötigen nachhaltigen Transformation unserer bedrohten Welt zu beteiligen - so werden sie besser lernen, psychisch stabiler werden und der Kampf gegen Klima- und Biodiversitätskrise wird entscheidend  angetrieben. Wir Familien, die Freundeskreise, die Schulfamilien müssen Teil der Transformation werden und unsere Kinder erfahren, dass sie den Bedrohungen unserer Tage nicht hilflos ausgeliefert sind, sondern den Schlüssel zur Bewältigung in ihrern Händen tragen.

Prinzip?

Unser Programm 'Lernen im RealLabor' vernetzt sich mit bestehenden Angeboten solch' konsequenter Bildung für nachhaltige Entwicklung, hat einen begleitenden Forschungs-Cluster an der Universität Würzburg und der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt zur Unterstützung begründet und geht im neuen Schuljahr 2022/23 mit zehn Pilot-Klassen in Bayern und Baden-Württemberg an den Start. 

Konkret?

Diese Klassen werden ca. 20% ihrer Unterrichtszeit mit einem über das ganze Schuljahr sich erstreckenden und selbst gewählten Nachhaltigkeitsprojekt verbringen. Im Pilotjahr wird das im Bereich Landwirtschaft oder Forst stattfinden, da das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit anderen Institutionen dieses Sektors die Initiative intensiv unterstützen.

Die Klassen zwischen Jahrgang 5 und 10 - aller Schularten - wählen einen land- oder forstwirtschaftlichen Partnerbetrieb und einen Projektpaten aus diesem Fachgebiet. Sie lernen Grundlagen spielerisch, in Recherche und aus erster Expertenhand kennen und setzen sich ein innovatives Projektziel, das die lokale Transformation etwa durch einen neuartigen AgroForst-Anbau oder eine Integration von Photovoltaik auf einen humusaufbauenden Mischanbau antreibt. Ältere Jahrgänge arbeiten parallel mit einer etwa afrikanischen Schulklasse an vergleichbaren Projekten unter den jeweiligen Bedingungen - auf Englisch natürlich.

Forschung?

So beforschen die entsprechenden Lehrstühle die Kompetenzgewinne in den Fächern Englisch und Mathematik, Prof. Dr. Böckler-Raettig die psychologischen Auswirkungen solch' selbstwirksamer Betätigung, die Neurobiologin Dr. Barbara Händel die Stärkung von kreativem und komplexem Denken in dieser Projektarbeit, der Wirtschaftswissenschaftler Pro.Dr. Uwe Spohnholz die Wirkung verschiedener Arbeitsbedingungen und Arbeitstechniken auf die Projektarbeit.

Aus den Untersuchungen gewinnen wir stetig bessere Informationen über eine gezielte Integration von gehirngerechten Lern- und Arbeitstechniken bis hin zu Meditationen, Spielarrangements sowie bewegtem und Draußen-Unterricht.

Internationalisierung?

Mit den Universitäten Lissabon, Kiew, Coventry und Exeter, Instituten in Nairobi, Monza und Rom haben wir ein internationales Forschungs-Consortium geschlossen, für das wir Mittel der Europäischen Kommission für eine internationale Ausweitung von 'Lernen im RealLabor' zu 'INSTALL the future' beantragt haben. Nur schnell implementiert und rasch verbreitet, nur lokal und international vernetzt mit Akteuren der Transformation werden wir neues Lernen für unsere Kinder synergetisch mit einer beschleunigten Nachhaltigkeitstransformation umsetzen können.

 

Info-Tool

Hier gibt es ein Info-Tool zum Lernen im RealLabor.