Bayerischer Elternverband fordert familienfreundlichere Ferienordnung: Brückentag nach Christi Himmelfahrt endlich verlässlich freigeben

Erstellt von Martin Löwe | | Information

Bayern – Am Donnerstag ist Christi Himmelfahrt. Für viele Familien könnte das ein langes gemeinsames Wochenende sein – wenn der Freitag danach nicht in Bayern regulärer Schultag wäre. Der Bayerische Elternverband (BEV) hat deshalb eine an den Bayerischen Landtag gerichtete Online-Petition gestartet. Mit ihr fordert der Verband, den Freitag nach Christi Himmelfahrt künftig landesweit und dauerhaft als unterrichtsfreien Tag in der bayerischen Ferienordnung zu verankern. Unterschriften für die Petition werden ab sofort über openPetition gesammelt. Im Herbst soll sie in das weitere Verfahren gegenüber Landtag und Kultusministerium eingebracht werden.

„Die Petition fordert keine zusätzlichen Ferien, keine Änderung des Bayerischen Feiertagsgesetzes und keinen bestimmten Streichungstag, sondern eine familienfreundlichere Verteilung innerhalb der bestehenden Ferienordnung“, erläutert Martin Löwe, Landesvorsitzender des BEV.

Dieser Tag sei ein klassischer Brückentag, an dem viele Betriebe ohnehin geschlossen hätten und zahlreiche Familien ein langes Wochenende planten. Laut Löwe führe die aktuelle Regelung zu vielen Absenzen, Improvisationen und uneinheitlichen Lösungen an Schulen. Manche Schulen erklärten den Tag sogar über § 19 Abs. 2 Satz 3 BaySchO für schulfrei – eine Regelung, die dafür nicht vorgesehen sei. “Wer Familien entlasten will, muss solche Tage verlässlich und landesweit planbar machen“, unterstreicht Löwe.

Ein weiteres Problem sieht der BEV beim Buß- und Bettag. Obwohl dieser Tag in Bayern kein gesetzlicher Feiertag ist, entfällt an Schulen der Unterricht. Für berufstätige Eltern entstehe dadurch regelmäßig eine Betreuungslücke. Der Verband fordert daher, Betreuungsangebote an diesem Tag früher und verlässlicher zu organisieren. Der besondere Schutz des Buß- und Bettags solle dabei vollständig erhalten bleiben; weder eine Streichung noch eine Wiedereinführung als gesetzlicher Feiertag sei Ziel der Petition. „Auch hier geht es nicht um Symbolpolitik, sondern um Alltagstauglichkeit“, betont Löwe. „Eltern müssen wissen, ob und wie ihre Kinder betreut werden können. Das muss rechtzeitig und verlässlich organisiert sein.“

Die Petition fordert Staatsregierung und Kultusministerium auf,

  1. den Freitag nach Christi Himmelfahrt dauerhaft als unterrichtsfreien Tag festzulegen;
  2. die nötigen Anpassungen innerhalb der bestehenden Ferienstruktur vorzunehmen, ohne Feiertage oder die Gesamtzahl der Ferientage zu verändern;
  3. die Änderungen langfristig im Ferienkalender auszuweisen, um Planungssicherheit zu schaffen;
  4. den Schutz des Buß- und Bettags unverändert zu lassen;
  5. klarzustellen, dass keine Änderung des Feiertagsstatus des Buß- und Bettags beabsichtigt ist;
  6. auf verlässliche und frühzeitig planbare Betreuung am Buß- und Bettag hinzuwirken.

„Unser Vorschlag ist pragmatisch und rechtlich klar“, so Löwe. „Es geht nicht um mehr Ferien, sondern um bessere Planung. Familien, Schulen, Betreuungseinrichtungen, Arbeitgeber und Schulaufwandsträger brauchen Verlässlichkeit – nicht jedes Jahr neue Improvisation.“

Der BEV ruft alle bayerischen Bürgerinnen und Bürger auf, die Petition zu unterstützen. Sie kann online unter https://www.openpetition.de/bbjrs gezeichnet werden.

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Der Bayerische Elternverband steht allen Eltern in Bayern offen. Er ist gemeinnützig und an keine Konfession, politische Partei oder Schulart gebunden.

Bei Fragen zu dieser Pressemitteilung wenden Sie sich bitte an
Martin Löwe, Landesvorsitzender
martin.loewe(at)bev.de
Tel.: +49 172 8621281
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