Bayerischer Elternverband präsentiert Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl am 8. März 2026 in Bayern
Bayern – Bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 dürfen gut 10 Millionen Bayerinnen und Bayern über die zukünftige Schwerpunktsetzung in der Gestaltung des Zusammenlebens in ihrer Kommune mitbestimmen. Der Bayerische Elternverband (BEV) hat einen Katalog mit Forderungen aufgrund der Bedürfnisse von Eltern und Kindern erstellt. In Sachen Bildung und Familienförderung dürfen die zur Wahl stehenden Kandidatinnen und Kandidaten bzw. Parteien hieran gemessen werden.
Der Forderungskatalog umfasst folgende Bereiche:
- Betreuungsmöglichkeiten in Krippe, Kindergarten, Schule und Hort: bedarfsgerechter Ausbau der Kapazitäten, verlässliche und passgenaue Betreuungszeiten, Ferienbetreuungsangebote, Sicherung der Betreuungsqualität, ganzheitliche individuelle Förderung einschließlich Sprachförderung und frühkindliche Bildung, Bezahlbarkeit der Angebote
- Schul- / Kitabauten: unverzügliche Renovierung, Sanierung und Modernisierung bei Bestandsbauten, barrierefreie, kind- und lerngerechte Neubauten bzw. Ausstattung, schulangebundene Turn- und Schwimmhallen, zur Bewegung anregende Außenanlagen, klimatisierende Dach-, Fassaden- und Pausenhofbegrünung, technischer Infektionsschutz, Lüftungssysteme und Schallschutz
- Partizipation von Kindern und Jugendlichen: Jugendbeiräte, Jugendparlament, verbindliche Beteiligung bei der Stadtplanung, Siegel „kinderfreundliche Kommune“
- Gesundheit, physisch und psychisch: gesunde und vollwertige Kost in Kita und Schule, Frischzubereitungsküchen, bezahlbares Schulessen, Schulfrühstück bzw. Schulobst, kommunale Beratungsstellen für Kinder und Jugendliche, Lotsensystem für Eltern zu Ärzten und Psychotherapeuten, schulbezogene Präventionsprogramme, ganzheitlich zusammenarbeitende multiprofessionelle Teams in Schule und Ganztag, mehr Schulsozialarbeiter und Schulpsychologen, kindzentriertes Klima in Schule und Kita, betriebliches Gesundheitsmanagement mit Bezug auf Beschäftigte und Kinder, engmaschige Kontrolle der Einhaltung der Betriebserlaubnis
- Schulwegsicherheit / Schülerbeförderung: sichere Wegkonzepte durch 30er-Zonen, verkehrsberuhigte Bereiche, beleuchtete Wege, sichere Radwege, mehr Sicherheit an Haltestellen, sichere, nicht privatwirtschaftlich orientierte, bedarfs- und kindgerechte Schülerbeförderung
- Digitalisierung / digitale Bildung: digitales Rathaus zur Entlastung von Eltern und Verwaltung, IT-Fachpersonal, IT-Infrastruktur und digitale Kommunikationswege für Schulen, Leihgerätepools für Schulen anstatt elternfinanzierter Geräte, digitale Souveränität und Risikominimierung durch datenschutzkonforme Nutzung von Endgeräten, Software, digitalen Inhalten und Plattformen sowohl in Schule wie Verwaltung
- Vernetzung: Zusammenarbeit von Schulen, Ausbildungsstätten, Hochschulen und Wirtschaft in der Region für einen optimalen Schulabschluss und Übergang in Ausbildung oder Studium
- Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche: attraktive Mobilitätsangebote durch bedarfsgerechte und kostenlose ÖPNV-Angebote, vergünstigte bzw. kostenlose Kultur- und Ferienangebote, attraktive Spielplätze, Jugendzentren, Angebote der Jugendarbeit, Jugendhilfe und außerschulischer Bildungsorte
- Elternarbeit: kommunale Elterncafés, Familienzentren, Mehrgenerationenhäuser, Fortbildungsangebote zu Erziehungsfragen, Medien, Pubertät, Lernbegleitung, Elternvertreter der Einrichtungen in kommunalen Gremien, Bildung, Unterstützung und Einbindung der gesetzlichen gemeinsamen Elternbeiräte
Die ausführlichen Forderungen finden Sie unter www.bev.de/komwahl26
Durch die Auflistung wird ersichtlich, dass die Kommune, also die Gemeinde, Stadt bzw. der Landkreis, für vieles zuständig ist, was unseren Alltag betrifft. Meist ist sie auch Träger der Bildungseinrichtungen. Somit sind es die Kommunen, die direkt und schnell Veränderungen bewirken können. Die Wahl hat damit unmittelbar Auswirkung auf unser Zusammenleben.
Der BEV ist überparteilich. Deshalb sprechen wir keine Wahlempfehlung aus. Anhand der oben gelisteten Punkte kann gerne jede bzw. jeder Wahlberechtigte selbst prüfen, welche Kandidatin bzw. welcher Kandidat, welche Vereinigung oder Partei sich in besonderem Maße für die Interessen von Kindern, Jugendlichen und Familien einsetzt und tragfähige Lösungen bietet. Wo Letztere fehlen, ist jetzt der beste Zeitpunkt, sie einzufordern.
Bei der Kommunalwahl am 8. März geht es zudem um eine stabile Zukunft unserer Demokratie – und damit um das, was uns alle im BEV verbindet und was für ein selbstbestimmtes Heranwachsen unserer Kinder unabdingbar ist: die Liebe zur Freiheit und die Achtung der Menschenwürde. Demokratie existiert nicht einfach so, sie muss gelebt und ggf. beschützt werden. Sie braucht am 8. März unsere Stimme. Deshalb rufen wir alle wahlberechtigten Menschen zur Beteiligung an der Kommunalwahl auf. Bitte setzen Sie sich dabei für diejenigen Parteien ein, die für unsere Demokratie und die ihr zugrundeliegenden Werte eintreten. Sie haben die Wahl – gehen Sie wählen!
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Der Bayerische Elternverband steht allen Eltern in Bayern offen. Er ist gemeinnützig und an keine Konfession, politische Partei oder Schulart gebunden.
Bei Fragen zu dieser Pressemitteilung wenden Sie sich bitte an
Martin Löwe, Landesvorsitzender
martin.loewe(at)bev.de
Tel.: +49 172 8621281
www.bev.de

